Durch Brüssel geschlemmert …

Ich hatte schon lange vor nach Brüssel zu fahren um einen guten Freund zu besuchen. Irgendwie ist immer etwas dazwischen gekommen und ich habe es aufgeschoben, doch vor kurzem habe ich es endlich geschafft! Brüssel ist viel größer als ich dachte und was mich am meisten erfreut hat, ist die Vielfalt französischer Leckereien! Natürlich ist die Waffel eher eine belgische Spezialität – das besondere: es ist ein Hefeteig! Kann ich sehr empfehlen! Aber es gibt auch andere Spezialitäten, die mich teilweise ganz schön umgehauen haben. Hier eine kleine Empfehlung verschiedener Speisen.

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Bei Maison Dandoy habe ich mir Kekse mit Karamell und Salz zum Frühstück gekauft. Die waren zwar nicht wirklich günstig, aber unglaublich lecker. Im Jahr 1829 hat Jean-Baptise Dandoy die Firma Maison Dandoy gegründet. Die Kekse und das Gebäck werden handgemacht und dabei wird auf höchste Qualität und 100 % natürliche Zutaten geachtet. Sie waren ruckzuck alle und sind ein schönes Mitbringsel.

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Nach dem ersten Frühstück, sollte das zweite folgen – natürlich wieder ein leckerer Keks. In der Avenue de l’Hippodrome 75 in 1050 Bruxelles findet man am Ende eines schmalen Gangs eine kleine Bäckerei „Les Tartes de Francoise“ (www.tartes.be). Es riecht wahnsinnig lecker und es gibt eine gute Auswahl an Tartes, Quiches und Keksen. Angefangen hat alles im Jahr 1994. Damals gab es nur eine kleine Auswahl von Tartes wie u.a. Zitrone oder Apfel-Karamell. Später kamen Baiser, Quiche und Käsetorte mit einem Spekulatiusboden dazu. Im Jahr 2001 wurde das erste Geschäft in der Avenue de l’Hippodrome 75 eröffnet. Heute gibt es 12 Geschäfte in den man diese Leckereien kaufen kann. Ich war im ersten Geschäft, was wirklich bescheiden und klein ist. Erst dachte ich „und das soll hier wirklich eine soooooooo gute Bäckerei sein?“, aber sie war es. Der Keks mit Schoko und Sesam hat mich umgehauen!

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Was wäre Brüssel ohne ein Besuch bei einem Chocolatier. Ich bin zum Chocolatier Godiva gegangen, welcher der offizielle Lieferant des belgischen Königshof ist. Godiva wurde im Jahr 1926 von der Familie Draps gegründet. Anfangs hieß das Geschäft noch nicht Godiva, aber eine ihrer hochwertigen Pralinenlinien. Der Name Godiva wird abgeleitet von der Lady Godiva, die nackt durch die Stadt reitete damit ihr Mann die Steuern senkte und das Volk somit weniger leiden musste. Heute bietet Godiva eine Vielfalt von modernen und klassischen Kreationen. Ich habe mich für eine Praline mit Salz entschieden! Sehr zu empfehlen und auf jeden Fall etwas Besonderes! Auch andere Pralinen haben mir sehr gut geschmeckt.

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Am Nachmittag hatte ich Lust auf ein Stück Kuchen was ich bei „Le Pain Quotidien“ fand. Die Restaurantkette „Le Pain Quotidien“ gibt es mittlerweile zwar in der ganzen Welt, stammt aber aus Belgien. Im Jahr 1900 wurde das erste Lokal in Brüssel eröffnet. Der Gründer Alain Coumont hatte den Traum ein Geschäft in Amerika zu eröffnen. Dies gelang ihm und heute gibt es sogar ein Geschäft dieser Kette in New York in der Madison Avenue. Der von mir gekaufte Tarte au citron ist wirklich zu empfehlen. Er schmeckt zwar nicht ausgefallen oder unerwartet anders, aber erfüllt komplett die Erwartung. Ein sehr klassischer und leckerer Zitronentarte.

Brüssel-blog

Nachdem ich mich ein wenig durchgeschlemmert hatte, habe ich mir erst mal ein wenig die Stadt angeschaut und ich muss sagen, trotz Regen habe ich mich sofort verliebt. In Brüssel regnet es leider sehr häufig und so richtig heiß wird es auch nicht. Dafür ist der Winter nicht so streng wie bei uns. Brüssel ist größer als ich dachte und ich habe an einem verlängerten Wochenende gar nicht alles geschafft, also auf jeden Fall werde ich noch einmal nach Brüssel fahren müssen.

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Nach der Stadttour habe ich mir etwas typisch belgisches zu Essen bestellt und zwar Steak Americain (oder Tatare Americain). Ich musste der Kellnerin mehrmals versichern, dass ich das wirklich essen will und ja, ich weiß, dass das kein normales Steak ist, sondern Tatare. Steak Americain ist Tatare serviert mit rohem Ei, Zwiebeln, Salz und Pfeffer! Man muss drauf stehen, aber da ich auch gern Mettigel esse, war das für mich sehr lecker! Gern immer wieder!

Am Abend ging es dann noch in eine Bar namens Potemkine (www.lepotemkine.be). Dort gab es einen Crumble aus Äpfeln und eine Tasse Kaffee. Später ging es dann über zu alkoholischen Drinks und wir haben den Abend bei Livemusik ausklingen lassen.

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